Zahnarzt Koblenz,  Zahnarztpraxis Ausstattung, Zahnfleischentzündung
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Dr. Andreas Schmidt & Dr. Simone Stopperich Telefon 0261/32634
Dr. Andreas Schmidt & Dr. Simone Stopperich    Telefon 0261/32634

Zahnimplantate - High Tech im Mund

Wie eine Schraube aus Titan die Zahnheilkunde revolutioniert

 

1969 wurde das erste Implantat in Deutschland gesetzt. Damit begann eine Erfolgs-geschichte, die bis zu diesem Zeitpunkt niemand hatte vorausahnen konnte. Der Jahr-hunderte alte Traum vom echten "Zahnersatz" wurde Wirklichkeit. Trotz anfänglicher Rückschläge war der Siegeszug der Implantate nicht mehr aufzuhalten.

 

In den letzten Jahren hat sich die Implantologie als fester Bestandteil der Zahnmedizin endgültig etabliert.

 

Zahnimplantate bieten die Möglichkeit, verlorengegangene Zähne zu ersetzen, ohne dass hierfür gesunde Zahnsubstanz unwiederbringlich beschliffen werden muss.

 

Mit Zahnimplantaten kann auch im reduzierten Restgebiss häufig ein herausnehmbarer Zahnersatz vermieden werden.

 

Unterschiede der heutigen Implantatsysteme betreffen vor allem die Implantatoberfläche,

das Gewindedesign sowie die Gestaltung der Schnittstelle zwischen Implantat und Krone.

 

Bioaktive Oberflächen und Implantattmaterialien, die kürzere Einheilzeiten ermöglichen, sind Gegenstand aktueller klinischer Forschung.

Zahnimplantate in Koblenz

Zahnimplantat, Computergestütze Implantatplanung 3D-Navigation, DVT Planung

Implantologie für mehr Lebensqualität

Strategische Pfeilervermehrung: weniger Belastung für die Restbezahnung

 

Sollten schon Prothesen vorhanden sein, kann durch eine Implantation der Halt der vorhandenen Prothesen deutlich verbessert werden. Auch eine neue Zahnprothese kann durch ein Implantat an der richtigen Stelle fester sitzen. Das bedeutet für den Patienten, das sich Trage- und Kaukomfort erhöht.

 

Offene oder geschlossene Einheilung: Was ist besser?

 

Je nach Indikation können Implantate unter der Schleimhaut einheilen, müssen dann aber

in einem Zweiteingriff freigelegt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen können

Implantate auch "offen" einheilen. In diesem Fall ist nach der Einheilungszeit kein weiterer Eingriff erforderlich. Welches Verfahren das geeignete ist, ist von der klinischen Situation abhängig.

 

Wie lange dauert es, bis die Kronen auf die Implantate kommen?

 

Die Einheilzeit richtet sich nach Knochenangebot und Knochenqualität. Sie beträgt, je nach Situation in der Regel zwischen 4 -16 Wochen. Ist die Knochenqualität gut kann das Zahnimplantat früher mit dem endgültigen Zahnersatz versorgt werden. Wurden größere Augmentationen (Knochenaufbau) durchgeführt, dauert es länger.

 

Biologie kann nicht überlistet werden

 

Auch wenn sehr werbewirksam immer kürzere Einheilzeiten versprochen werden, braucht die Natur Zeit, bis das Implantat im Knochen fest eingewachsen ist. Hat man sich beispielsweise den Arm gebrochen, bleibt der Gips 6 Wochen. Keiner käme hier auf die Idee, den Gips bereits nach 3 Wochen zu entfernen. Leider ist der Mensch heute, in der immer schnelllebigeren Zeit sehr ungeduldig....

 

Mit Lücke durch die Einheilphase? Provisorium für die lückenlose Optik möglich

 

In der Zeit der Einheilung, kann der Patient mit einem Provisorium versorgt werden. Dadurch kann auch schon das den Zahn umgehende Zahnfleisch ausgeformt werden. Im nicht sichtbaren Bereich kann auf das Provisorium aber auch verzichtet werden.

 

Um die Mundsituation für das Zahnlabor zu übertragen, ist ein Abdruck erforderlich.

 

Verschraubt oder Zementiert - Eine Frage der Behandlungsphilosophie

 

In den Anfängen der Implantologie wurde der Zahnersatz auf das Implantat aufgeschraubt und das "Loch" in der Krone anschließend mit Kunststoff verschlossen. Der Hintergrund war, dass man die Implantatkrone regelmäßig wieder abschraubte, um das Implantat zu reinigen  und um eventuelle Reparaturen an der  Implantatkrone durchführen zu können. Es folgte eine Phase, in der die Implantatkronen einzementiert wurden. Ästhetisch sicherlich besser, doch, je nach Implantatsystem, kann es durch verbliebene Zementreste, häufiger zu Entzündungen am Implantat (Periimplantitis) kommen. Zur Zeit gibt es Tendenzen, wieder mehr zu verschrauben. Was besser ist, läßt sich nicht abschliessend sagen, Ich zementiere bereits seit vielen Jahren die Kronen auf den Implantaten und habe damit sehr gute Langzeiterfolge. Das liegt aber auch daran, das mein verwendetes Implantatsystem eine sichere Entfernung von Zementresten zuläßt und so das Auftreten von Entzündungen am Implantat signifikant reduziert. Eine Langzeitstudie der schwedischen Universität von Göteborg aus dem Jahr 2014 hat meine eigene, klinische Erfahrung bestätigt.

 

Eine optimale häusliche Pflege und regelmäßige Kontrolluntersuchungen sichern den

langfristigen Behandlungserfolg.

Zahnimplantate: spezielle Risiken

Erfolgreiche Implantologie steht und fällt mit der Auswahl der für eine Implantation geeigneten Patienten.

 

Es gibt Einschränkungen, die man als Zahnarzt nicht ignorieren darf. Diese Einschränkungen nennt man Kontraindikationen. Patienten mit schlechten Zuckerlang-zeitwerten (HbA1c Wert > 7,5) und starke Raucher >20 Zig/Tag) haben ein deutlich höheres Risiko für die Entstehung einer Periimplantitis. Auch eine desolate Mundhygiene

ist eine Einschränkung für eine Implantation.

 

Sind bei Patienten Zähne durch eine aggressive Parodontitis verloren gegangen, haben diese ebenfalls ein erhöhtes Risiko, dass es nach Implantation zu Entzündungen am Zahnimplantat kommt.

 

"Nein" zu sagen fällt den auch den Zahnärzten schwer

 

Leider stehen Zahnarzt und Kieferchirurg unter einem gewissen Druck, denn welcher Patient lässt sich gerne sagen, dass er nicht für eine Implantation geeignet ist, wo man doch heute "schon so weit in der Implantologie ist" und schließlich zu einem anderen Zahnarzt geht, der es mit den Kontraindikationen vielleicht etwas weniger eng sieht...

Wir implantieren in unserer Praxis nur Patienten mit einem niedrigen bis mittleren Risikoprofil. Sollte ein hohes Risikoprofil vorliegen oder sehr großvolumige Knochenaufbauten erforderlich sein, überweisen wir zu unseren kieferchirurgischen Kollegen, die letztlich darüber urteilen müssen, inwieweit eine Implantation bei solchen Patientengruppen zu verantworten ist und langfristig erfolgreich sein kann.

 

Nervschädigung, Kieferhöhlenentzündung und Mundbodenblutung möglich

 

Wie bei jedem chirurgischen Eingriff gibt es auch bei der Implantation spezielle Risiken.

Allgemeine Risiken sind Schwellung und Bluterguss nach dem Eingriff, Entzündung, Nachblutung, Schmerzen und Lappennekrosen.Die Risiken für eine Zahnimplantation  variieren je nach Lokalisation der Implantate. Im Oberkiefer kann es nach Knochenaufbau

zur Entzündung der Kieferhöhle kommen. Im Unterkiefer sind Mundbodenblutung und bleibende Nervschädigung ernstzunehmende Risiken. Durch sorgfältige 3-dimensionale Diagnostik und exakte Bohrschablonen lassen sich diese Risiken jedoch deutlich minimieren.

 

Knochen zu weich: Implantat findet keinen Halt

 

Trotz Knochenaufbau und Knochenverdichtung (Bonecondensing) ist während des Eingriffes nicht immer die erforderliche Stabilität des Implantates zu gewährleisten. Das Implantat hätte keine Chance einzuheilen. In diesen Fällen ist es besser, den Knochen noch im selben Eingriff aufzubauen und das Implantat zu einem späteren Zeitpunkt zu setzen.

 

Kalkulierbares Risiko

 

Bei richtiger Patientenauswahl und Beachtung der Indikationen und Kontraindikationen ist das Setzen eines Implantates ein gut vorhersehbarer und mit einem lediglich geringen Risiko verbundener Eingriff. Die operative Entfernung eines verlagerten Weisheitszahnes ist in der Regel für den Patienten wesentlich unangenehmer und belastender als das Setzen eines Zahnimplantates.

 

Zahnimplantate: Krankenkasse und Kosten

Die Kosten für eine Implantation werden in der Regel nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Die Krankenkasse beteiligt sich jedoch an dem Zahnersatz, der auf die Implantate aufgesetzt wird. Je nachdem welches Implantatsystem zum Einsatz kommt, ob Knochenaufbau und Knochenersatzmaterialien erforderlich sind und mit welchem Zahnersatz das Implantat versorgt wird, können sich die Gesamtkosten für ein Implantat und Krone zwischen 1400-1800 Euro bewegen. Abweichungen nach oben oder unten sind jedoch möglich. Die angegebenen Zahlen sind nicht bindend und sollen lediglich als grober Anhalt dienen.

Implantate mal ganz klein: "mini Implantate"

Mini Implantate sind im Gegensatz zu herkömmlichen Implantaten deutlich im Durchmesser reduziert und können deshalb auch ohne Knochenaufbau eingesetzt werden- soweit der Hersteller. Für den Ersatz eines einzelnen Zahnes sind sie wenig geeignet. Ich implantiere im Oberkiefer keine mini Implantate. Im Unterkiefer kann eine vorhandeneTotalprothese im Ausnahmefall mit zwei bis vier Miniimplantaten bisweilen recht gut stabilisiert werden. Dennoch sollten auch hier nach Möglichkeit konventionelle Implantate gesetzt werden. Die prothetischen Möglichkeiten mit mini Implantaten sind jedoch begrenzt.

 

Der Unterschied zu mini Implantaten und kieferorthopädischen Implantaten, die ebenfalls

Durchmesser reduziert sind, besteht darin, dass kieferorthopädische Implantate nur für die Dauer der kieferorthopädischen Behandlung im Kiefer verbleiben und danach wieder entfernt werden.

Navigierte Implantation / 3D Implantatplanung

Moderne computertomographische Verfahren erlauben in schwierigen anatomischen Situationen eine genaue Operationsplanung und Durchführung. Besonders hervorzuheben ist das DVT (Digitale VolumenTomographie), welches mit entsprechender Software ein sogenanntes "Backward planning" ermöglicht. So kann das gewünschte Behandlungsziel schon im Vorfeld festgelegt werden.

 

Die Gefahr der Verletzung anatomischer Strukturen wie beispielsweise das Durchtrennen des Unterkiefernerven im Rahmen der Implantation wird so deutlich minimiert.

 

Bei aller Euphorie für Innovation und Technik, bleibt die 3-D Planung komplexen und anatomisch unklaren Situationen vorbehalten. Für eine einfache Implantation bei ausreichenden Knochenangebot ist die Anfertigung eines DVT meines Erachtens nicht notwendig. Auch wenn immer wieder behauptet wird, das DVT sei deutlich strahlen-reduziert, so ist die Strahlendosis doch um ein Vielfaches höher als bei einer zahnärztlichen Rundumaufnahme (OPG). Ein DVT soll schließlich angefertigt werden, damit der Patient einen echten Nutzen davon hat und nicht dass sich das vom Zahnarzt angeschaffte teure Gerät amortisiert...

 

Keramikimplantate, Zirkonimplantate

Keramikimplantate werden als die hochbioverträgliche implantologische Neuerung schlechthin propagiert. Dabei ist die Idee mit den Keramikimplantaten schon über 30 Jahre alt. ("Tübinger Sofortimplantat"). Zu diesem Zeitpunkt gab es jedoch noch keine Hoch-leistungskeramik aus Zirkon und es gab immer wieder Implanatbrüche. Mit Zirkon können Implanate nicht mehr brechen. Allerdings lassen sich mit Keramikimplantaten prothetisch kaum Divergenzen ausgleichen, sodass in komplexen Behandlungssituationen besser auf Titanimplantate zurückgegriffen wird. Liegen günstige Ausgangsvoraussetzungen vor, stellen Zirkonimplanate sicherlich eine mögliche Therapieoption dar.

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