Zahnarzt Koblenz,  Zahnarztpraxis Ausstattung, Zahnfleischentzündung
Zahnarzt Koblenz,  Zahnarztpraxis Ausstattung, Zahnfleischentzündung
Dr. Andreas Schmidt & Dr. Simone Stopperich Telefon 0261/32634
Dr. Andreas Schmidt & Dr. Simone Stopperich    Telefon 0261/32634

Orale Chirurgie / Kieferchirurgie

Die klassische zahnärztliche Chirurgie befasst sich mit Weisheitszahnentfernungen, der Entfernung von verlagerten Zähnen, Wurzelspitzenresektionen, Zahntransplantationen, Zahnreplantationen, Entfernung von Kieferzysten, Eröffnung von Zahnabszessen von der Mundhöhle aus und der Entfernung von kleineren Geschwulsten an der Mundschleimhaut, der Zunge und der Lippeninnenseite.

  

Die operative Behandlung von Kieferbrüchen, Speicheldrüsenerkrankungen sowie größerer Tumorchirurgie erfolgt durch den Kieferchirurgen. (Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie). Die Eröffnung von Abzessen von außen durch Zahnärzte, wie es bis in die siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts noch üblich war, wird heutzutage ebenfalls durch Kieferchirurgen stationär im Krankenhaus durchgeführt.

 

Am linken Bildrand erhalten Sie Informationen zu diversen oralchirurgischen Eingriffen.

Blutverdünnung, Osteoporose & Co.

Blutverdünnung nicht gleich Blutverdünnung !

 

Das es bei der Einnahme von Blutgerinnungshemmern zu einer verstärkten Blutung nach einem operativen Eingriff ist jedem bekannt. Weniger bekannt ist, dass nicht jedes Medikament zur Blutgerinnungshemmung vor zahnärztlichen Eingriffen abgesetzt werden muss.

 

Marcumar wird nur noch in Ausnahmefällen vor einer Zahn-OP abgesetzt.

 

Die Nachblutungsgefahr bei der Einnahme von Marcumar ist verschwindend gering.

Auftretende Blutungen lassen sich gut beherrschen. Dagegen ist die Komplikationsrate beim Absetzen ohne zwischenzeitliche Heparinisierung lebensgefährlich. Das Thrombose-risiko und damit auch das Schlaganfallrisiko steigt stark an.

 

Gefährlich sind neue orale Antikoagulantien (NOaK´s)

 

Diese neue Substanzklasse oraler Antikoagulantien ist für den Patienten sehr angenehm.

Die regelmäßige Kontrolle des INR/Quick-Wertes entfällt. Die Ernährung hat im Gegensatz zu Marcumar keinen Einfluss mehr auf die Wirksamkeit des Medikamentes. Diese Medikamente wirken selektiv auf bestimmte Gerinnungsfaktoren. Es gibt jedoch kein Gegenmittel. Die Blutung kommt und kommt nicht zum stehen.

 

24 Stunden vor dem Eingriff absetzen reicht nicht aus

 

Die Empfehlung das Absetzen 24 Stunden vor dem zahnärztlichen Eingriff sei ausreichend

ist unzutreffend. Durch diese "Empfehlung" der Internisten, Kardiologen und Haus-ärzte habe ich nach chirurgischen Eingriffen schon jede Menge Probleme gehabt. Nur weil im Beipackzettel steht 24 Stunden reichen aus heißt das nicht, dass es in der Praxis auch so ist. Leider muss ich als Zahnarzt dann den Kopf hinhalten wen die Blutung nicht steht.

 

48 Stunden besser; dann jedoch mit zwischenzeitlicher Abdeckung durch Heparin

 

Der Nierenwert (CREA) ist ebenfalls zu beachten. Bei eingeschränkter NIerenfunktion ist das Absetzen der NOaK´s bis zu 72 Stunden vor dem Eingriff erforderlich. Wenn ein größerer Eingriff geplant ist muss in der Zwischenzeit Heparin gegeben werden. Dies kann sich der Patient sellbst spitzen und ist vor einem Thrombus geschützt.

 

Absprache zwischen Zahnarzt und Internist vor Eingriff sinnvoll

 

Am Besten setzt sich der behandelnde Zahnarzt mit dem Allgermeinmediziner in Verbindung und klärt den Sachverhalt. Damit der Patient nicht der Leidtragende wird.

 

ASS 100 muss nicht abgesetzt werden

 

Auch die Einnahme von ASS 100 muss nur in Ausnahmefällen abgesetzt werden. Zahnärztliche Eingriffe lassen sich unproblematisch durchführen. Die Neigung zu einem Bluterguss sowie einer verstärkten Schwellung sind aber möglich.

 

Clopidogrel, Ticlopidin, Prasugrel und Ticagrelor wirken ähnlich wie Aspirin jedoch wesentlich stärker. Diese Medikamente verursachen je nach Eingriff starke Blutungen. Hier muss nach Rücksprache mit dem Internist ein Absetzen in Erwägung gezogen werden. Mindestens 7 Tage, besser jedoch 9 bis 10 Tage.

 

Bisphosphonate und Zahnarzt

Einsatz zur Behandlung der Osteoporose und von Knochenmetastasen

 

Bisphosphonate werden zur Behandlung der Osteoporose eingesetzt. Daneben finden Bisphosphonate zur Behandlung bösartiger Tumoren mit Knochenmetastasen Anwendung.

 

Bisphosphonate: Segen für die Patienten - Fluch für die Zahnärzte

 

Auch wenn diese Präparate gut wirken und den Patienten sehr helfen, sind schwer-wiegende Nebenwirkungen möglich. Diese Medikamente bergen das Risiko von schwer zu beherrschenden, zerstörend fortschreitenden Knochenprozessen im Kieferbereich. Dieses Krankheitsbild nennt man Bisphosphonatassoziierte Kiefernekrose (BP-ONJ).

 

Wirkstoffnamen enden meistens auf -dronat

 

Alendronat, Risedronat, Pamidronat, Ibandronat, Clodronat und Zoledronsäure sind einige der gängigsten Wirkstoffe in der Medikamentengruppe der Bisphosphonate.

 

Wichtig für die Risikoabschätzung: Tabletten oder Spritzen ?

 

Patienten, die Bisphosphonate in Tablettenform einnehmen, haben ein geringeres Risiko für eine BP-ONJ. Werden die Bisphosphonate dagegen durch Infusionen oder monatliche Spritzen verabreicht, ist das Risiko deutlich höher.

 

Bisphosphonate bleiben noch Jahre im Körper

 

Auch nach dem Absetzen der Bisphosphonate bleiben die Medikamente noch bis zu mehrere Jahre im Körper der Patienten. Das Risiko für eine Nekrose bleibt daher bestehen und es gelten die gleichen Vorsichtsmassnahmen wie bei laufender Therapie.

 

Normale Wund- und Knochenheilung verschließt auch größere Kieferdefekte

 

Wenn ein Zahn gezogen wird bleibt ein Loch zurück. Dieses Loch füllt sich mit einem Blutpfropf, der sich mit der Zeit in Bindegewebe umwandelt. Schließlich verknöchern Teile dieses Bindegewebes und das Loch im Kiefer ist wieder geschlossen. Das funktioniert auch bei großen Defekten, wie sie beispielsweise nach der operativen Entfernung von Kieferzysten und Weisheitszähne vorkommen.

 

Es darf kein Knochen nach einer Zahnentfernung freiliegen

 

Da die oben aufgeführten Reparaturmechanismen der Knochenheilung bei der Einnahme von Bisphosphonaten gestört sind, muss jeder Kieferdefekt, der Verbindung zur Mundhöhle hat, sorgfältig verschlossen werden. Da gilt auch dann, wenn der Zahn einfach zu entfernen war und das entstandene Loch nur sehr klein ist.

 

Plastische Deckung und Antibiotikagabe erforderlich

 

Plastische Deckung bedeutet, dass die Mundschleimhaut so mobilisiert wird, dass sie über das Loch im Kiefer gezogen werden und ohne Spannung vernäht werden kann. Auch bei schonendem Vorgehen, kommt es, nach einer plastischen Deckung, zu einer verstärkten Schwellung, da durch das Durchtrennen der blutgefäßreichen Knochenhaut  zu Einblutungen unter das Gewebe führen kann.

 

Keine Gabe eines Antibiotikums kommt einem Kunstfehler gleich

 

Wenn der Eingriff planbar ist, sollte schon mindestens einen Tag vor der Zahnentfernung mit der Einnahme begonnen werden. Das Antibiotikum wird bis zur Nahtentfernung 7-9 Tage später eingenommen.

 

Nur sehr wenige echte BP-ONJ pro Jahr:  Krankheitsbild trotzdem sehr ernst nehmen !

 

Bedingt durch die strenge Einhaltung der Richtlinien kommen schwerwiegende Kiefernekrosen nur sehr selten vor. In der Regel auch nur bei Patienten, die Bisphosphonate mehrfach in hoher Dosierung erhalten haben. BP-ONJ bei Patienten, die Bisphosphonate in Tablettenform kommen sie so gut wie gar nicht vor.

 

Viel Patienten wissen nicht, dass sie Bisphosphonate einnehmen!

 

Wenn der Patient allerdings vom verordnenden Arzt nicht ausreichend aufgeklärt wurde, kann es zwar sein, dass er weiß, dass er ein Präparat gegen Osteoporose nimmt, aber nicht, dass es sich dabei um Bisphosphonate handelt. Es ist auch ein Problem, wenn der  Patient nur zeitweise die Präparate eingenommen hat und die Einnahme bereits einige Zeit zurückliegt. Wenn man nicht weiß, was man so alles an Medikamenten erhalten hat, kann der Zahnarzt auch nicht die erforderlichen Vorsichtsmassnahmen einhalten.

 

Ärzte vieler Fachrichtungen verschreiben Bisphosphonate

 

Orale und parenterale Bisphosphonate werden von Gynäkologen, Allgemeinmedizinern, Onkologen, Internisten, Orthopäden und Sportmedizinern verordnet. Idealerweise werden die Patienten vom Verordner angewiesen, vor Bisphosphonatherapie eine Untersuchung vom Zahnarzt durchführen zu lassen.

 

Bessere Aufklärung durch Humanmediziner wäre wünschenswert

 

Leider wird der Zahnarzt meistens mit den Patienten konfrontiert, wenn diese schon munter ihre Medikamente genommen haben. Dabei gibt es bereits seit einigen Jahren Laufzettel, die den Patienten vor Therapiebeginn für den Zahnarzt zum Ausfüllen mitgegeben werden können. Die Onkologen machen dies in der Regel auch, jedoch nur wenige Vertreter der anderen Fachdisziplinen.

 

Auch andere Auslöser für BP-ONJ sind möglich: Regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung

 

Neben der Zahnentfernung können auch Parodontitis und Prothesendruckstellen zu einer BP-ONJ führen. Deshalb muss der Zahnarzt regelmäßig den Zustand der Zähne und der Kiefer kontrollieren.

 

Engmaschige Kontrolle kann langwierigen Leidensweg ersparen

 

Liegt der Verdacht auf ein BP-ONJ vor, muss der Patient umgegend an eine, auf die Behandlung dieses Krankheitsbildes vertrauten Fachklinik überwiesen werden. Die Therapie ist langwierig und erfordert in der Regel, je nach Ausdehnung, einen stationören Klinik-aufenthalt. Aus diesem Grund ist die Prophylaxe durch den Zahnarzt sehr wichtig.

 

 

 

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